Hans-Heinrich (Heini) Christe, HB9BDU

30.9.1939, Silent Key 12.10.2015

hb9bdu

Heini hat das Mikrofon, das ihn mit uns, seinen Funkamateur-Freunden in der Region und der Welt verband niedergelegt, seine Stimme ist am 12. Oktober für immer erloschen, er wurde von seinen Leiden erlöst. Heini ist in Davos und Laret aufgewachsen. Nach Schulabschluss mit 18 Jahren machte er die Lastwagen und Taxiprüfung. Während der Sommerzeit fuhr er vor allem Lastwagen und im Winter Taxi. Im Jahre 1963 verheiratete er sich mit seiner Frau Vreni. 1968 zog die Familie mit den Kindern Georg und Vreni nach Chur, wo er die Polizeischule besuchte und eine Polizeilaufbahn einschlug und in den verschiedensten Abteilungen Dienst leistete.

1975 erarbeitete er den Radiotelegraphistenausweis und darauf die Amateurfunk-Konzession mit dem Rufzeichen HB9BDU. Es war für ihn selbstverständlich, dass er Mitglied der USKA-Sektion Rheintal wurde und sich dort aktiv betätigte. Vielen unter uns ist er mit seinen Musikauftritten an Veranstaltungen, insbesonders an den tollen Chlausabenden in Erinnerung. Die Musik begleitete ihn auch durch sein weiteres Leben, zuerst noch die Tanzmusik, die Ländlermusik und später die Blasmusik. 1979 war er sogar Gründungsmitglied der Polizeimusik Graubünden.

Eine weitere Leidenschaft von Heini war das Campieren. Bald fanden die Ferien mit der Familie auf den verschiedensten Campingplätzen im Tessin, in Spanien und Italien statt. Später folgten Reisen nach Übersee, so auch nach Canada. Es war immer eine spezielle Herausforderung mit den grossen Campern zu reisen. Als sich die Gelegenheit ergab übernahmen Heini und Vreni den Campingplatz in Chur. Durch die viele Arbeit bedingt fehlte immer mehr die Zeit zum Musizieren und zum Funken. Viele Funkamateure kehrten bei ihm ein und freuten sich, zusammen mit den Gastgebern über Funk zu plaudern und ab und zu ein QSO zu machen, denn auch Vreni hatte in der Zwischenzeit ihre Lizenz HB9POK erworben. Nach der Pensionierung kamen weitere Reisen dazu, doch als die Gesundheit nachliess beschränkten sie sich auf die Schweiz. Ende August musste Heini mit grossen Schmerzen ins Spital. Sein Zustand verschlechterte sich zusehends, bis ihn am 12. Oktober seine Kräfte verliessen und er friedlich einschlafen durfte. Wir werden HB9BDU, Heini, in unseren Gedanken bewahren.

Fred, HB9AAQ